Eingliederungsvereinbarung

Im persönlichen Gespräch macht sich der Ansprechpartner im Jobcenter ein Bild über die individuelle Situation, Kenntnisse und Wünsche eines Arbeitsuchenden. Gemeinsam wird ein Profil erarbeitet.

Es beinhaltet zum einen die Stärken und Fähigkeiten des Jobsuchenden.

Beratung

Dort, wo Unterstützungsbedarf bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt besteht, werden hingegen Lösungsansätze gesucht und geeignete Maßnahmen vereinbart, um Lücken zu schließen und Probleme aus dem Weg zu räumen.

Dies geschhiet im Wege einer Eingliederungsvereinbarung. Sie ist damit das zentrale Instrument zur Unterstützung der gemeinsamen Eingliederungsbemühungen von persönlichem Ansprechpartner und Hilfesuchendem. Leitgedanke ist, den Eingliederungsprozessauf der Basis gemeinsam vereinbarter Ziele und gegenseitiger Rechte und Pflichten aufzubauen.

Dazu ist es notwendig, in der Eingliederungsvereinbarung die Rechte und Pflichten des erwerbsfähigen Hartz IV Berechtigten verbindlich festzulegen. So wird beispielsweise niedergeschreiben, welche eigenen Aktivitäten der Hartz IV Berechtigte bei der Arbeitsuche unternehmen muss und welche unterstützenden Eingliederungsleistungen das Jobcenter dabei erbringt.

Persönliche Ansprechpartner und Hartz IV Berechtigter überprüfen regelmäßig gemeinsam mdie Fortschritte. So wird festgestellt, welche Bemühungen Erfolg versprechen und welche Aktivitäten nicht zum Ziel führen. Kommt der Arbeitsuchende seinen in der Eingliederungsvereinbarung festgelegten Pflichten nicht nach, muss er mit Sanktionen in Form einer Kürzung der Hartz IV Geldleistung rechnen.

Im Besonderen: Profiling

Das Profiling ist die umfassende Bestandsaufnahme aller persönlichen Eigenschaften des Arbeitsuchenden, die positiven oder negativen Einfluss auf die Chancen bei der Jobsuche haben. Ein Berater aus dem Jobcenter ermittelt gemeinsam mit dem Arbeitsuchenden, wo die persönlichen Stärken und Schwächen und wo die Probleme liegen. Dabei werden neben der beruflichen Qualifikation auch außerberufliche Merkmale geprüft, welche die Möglichkeit einer Arbeitsaufnahme entscheidend mitbestimmen. Dazu gehören unter anderem
- Gesundheitszustand,
- Motivation,
- Auftreten,
- Mobilität und
- familiäre Bindungen.

Das Ergebnis schafft einen Überblick darüber, wie hoch das Risiko einer längeren Arbeitslosigkeit ist und mit welchen unterstützenden Maßnahmen der Arbeitsuchende seine Chancen verbessern kann.