Anspruch

Hartz IV ist die Alltagsbezeichnung für das Arbeitslosengeld II und Sozialgeld, also die Grundsicherung für Arbeitssuchende.

Der Anspruch ist im Sozialgesetzbuch II (SGB II) geregelt.

Arbeitslosengeld II

Erwerbsfähige Hartz IV Berechtigte, die trotz intensiver Bemühungen keinen Arbeitsplatz finden können oder mit ihrer Erwerbstätigkeit ein nicht bedarfsdeckendes Einkommen erzielen, haben bei Hilfebedürftigkeit Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts als Arbeitslosengeld II, das auch als ergänzende (aufstockende) Leistung zum Einkommen zu gewähren ist.

Sozialgeld

Im Gegensatz zu Arbeitslosengeld II, welches Leistungsberechtigte erhalten, die erwerbsfähig sind, steht Sozialgeld Menschen zu, die nicht erwerbsfähig sind und in einer Bedarfsgemeinschaft mit einem Erwerbsfähigen leben. Die Leistungen des Sozialgeldes entsprechen denen des Arbeitslosengeldes II. Nicht Erwerbsfähige, die keiner Bedarfsgemeinschaft mit einem Erwerbsfähigen angehören, können Sozialhilfe nach SGB XII beantragen.

Voraussetzungen

Der Hartz IV Anspruch muss beim örtlichen Jobcenter geltend gemacht werden. Er besteht nur, wenn die folgenden Voraussetzungen gegeben sind:

  • Hilfebedürftigkeit: Hilfebedürftig ist, wer seinen Lebensunterhalt, und den Lebensunterhalt der mit ihm in Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln vor allem durch die Aufnahme einer zumutbaren Arbeit, aus dem zu berücksichtigenden Einkommen oder Vermögen sichern kann und die erforderliche Hilfe nicht von anderen insbesondere von Angehörigen oder von Trägern anderer Sozialleistungen erhält.
  • bei ALG II: Erwerbsfähigkeit
  • bei ALG II: Alter zwischen 15 und 63 (bis 67 Jahren)
  • Aufenthalt in Deutschland
  • Antrag