IJFD

Ein Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD) wird als Auslandsfreiwilligendienst vom Bundesfamilienministerium gefördert. Es handelt sich dabei um einen trägerbezogenen Festbetrag von bis zu 350 Euro pro Monat und Freiwilligen.

Einsatzstellen des IJFD finden sich im sozialen oder ökologischen Bereich sowie in der Friedens- und Versöhnungsarbeit.

Interkulturelle Kompetenzen

Der Internationale Jugendfreiwilligendienst versteht sich als Lern- und Orientierungsdienst. Er hilft, sich soziale und interkulturelle Kompetenzen anzueignen. Während der gesamten Dauer des Dienstes werden die Freiwilligen durch geschulte Fachkräfte pädagogisch begleitet. Neben der individuellen Betreuung werden Seminartage abgehalten. Zudem gibt es vorbereitende und nachbereitende Veranstaltungen.

Die Durchführung des IJFD erfolgt nicht durch das Bundesfamilienministerium, sonder durch von diesem zugelassene Träger, die in eigener Verantwortung handeln.

Voraussetzungen

Die Voraussetzungen des IJFD sind in einer ministeriellen Richtlinie niedergelegt (GMBl 2014, S. 536).

Für den Internationale Jugendfreiwilligendienst können sich Frauen und Männern gleichermaßen bewerben. Folgende Voraussetzungen müssen sie mitbringen:
- die Vollzeitschulpflicht muss erfüllt sein
- bis zum Dienstabschluss darf das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet sein.

Die Dauer des IJFD liegt zwischen sechs und 18 Monaten. In der Regel werden jedoch Dienstzeiten von einem Jahr angeboten.

Leistungen

Die Freiwilligen bekommen in der Regel ein angemessenes Taschengeld, freie Unterkunft, Verpflegung, Arbeitskleidung, Reisekosten oder gegebenenfalls entsprechende Geldersatzleistungen.

Sie sind im Ausland umfassend durch privatrechtliche Versicherungsverträge des Trägers sowie durch die gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert.

Sind die allgemeinen gesetzlichen Voraussetzungen gegeben, so wird im IJFD Kindergeld und (ab dem 1. Juli 2015) (Halb-)Waisenrente fortgezahlt.

Bewerbung

Einsatzstellen für den Internationalen Jugendfreiwilligendienst werden von den anerkannten Trägern angeboten. Diese informieren über die von ihnen angebotenen Einsatzbereiche und Einsatzstellen.

Der Bewerbungsprozess ist nicht bei allen Trägern identisch. Gleiches gilt für die Bewerbungsfristen. Da für jeden Auslandseinsatz eine umfangreiche Vorbereitung erforderlich ist, sollten sich Interessenten frühzeitige bewerben.